Der Weiss-Storch, Wappenvogel des NABU

Der Kreis Segeberg mit seinem Weiss-Storchbestand ist neben den anderen Landkreisen Betreuungsgebiet der NABU Arbeitsgemeinschaft Storchenschutz Schleswig-Holstein:

 

www.stoercheimnorden.jimdo.com

 

Unser Kreisbetreuer Holger Möckelmann kontrolliert und dokumentiert in Zusammenarbeit  mit den örtlichen Storchenhorstbetreuern den Bestand wildlebender Storchenbrutpaare in den einzelnen Ortschaften des Kreises. Außerdem gibt es auf Kreisebene fütterungsabhängige Störche, die sich in Hitzhusen bei Bad Bramstedt und im Wildpark Eekolt und in deren Einzugsgebieten angesiedelt haben.

 

Das Storchenjahr 2018

 

 

Auf unserem Monatstreff im November 2018 berichtete der Kreisbetreuer über das Storchenjahr im Kreis Segeberg  Herr Möckelmann begann diesmal mit einer Gegenüberstellung der Bestände von 1934 und 2017.

  • 1934: 65 Nester mit 135 aufgezogenen Jungen
  • 2017: 35 Nester mit 44 Jungen

Der Bruterfolg ist damit 2017 mit nur noch 1,25 Jungen pro Paar nicht mehr bestandserhaltend. Die  Verbreitungs-karten zeigen eine deutliche  Abnahme der Population östlich des Meridians durch Bad Segeberg von 30 Horsten auf 6. Das liegt an der geänderten Nutzung der landwirtschaftlichen Flächen nach  massiven Entwässerungen in den 30er Jahren und fortschreitenden Verlusten vieler Grünländer durch Umbrechen und intensive Nutzung im Ackerbau bis 2008 (Inkrafttreten der Dauergrünland-Erhaltungsverordnung).

 

Zum Vergleich: In S-H brüteten 1934 noch 1748 Storchenpaare mit 4235 Jungen, 2017 sind es nur noch 280 Paare mit 357 Jungen.

Storch auf seinem Horst - Foto (c) Ruth Severin)
Storch auf seinem Horst - Foto (c) Ruth Severin)

 

Die Zahlen für 2018 im Kreis Segeberg

 

  • 35 Horstpaare mit 47 aufgezogenen Jungen
  • 38 fütterungsabhängige Paare mit 31 Jungen in Hitzhusen und Eekholt.

 

Der Bruterfolg ist wieder bei Weitem nicht ausreichend. Dafür ist wie im Vorjahr, das extreme Wetter verantwortlich und indirekt vermutlich der Klimawandel.

 

Die Gesamtbilanz  für S-H dagegen sieht  2018 besser aus, nämlich

  • 275  Paare mit 418 Jungen

und damit besser als im verregneten Jahr 2017 mit 357 Jungen. Nördlich des Kanals waren die Bedingungen in diesem heißen Jahr offenbar günstiger.

 

6 Störche sind im Land besendert worden, darunter ein Westzieher, um damit das Zugverhalten zu untersuchen. Hans Albert, der Westzieher, befindet sich am 20.11.2018 in Madrid, wohl auf einer Müllkippe.

 

 

Den Storchenbeauftragten Holger Möckelmann aus Henstedt-Ulzburg erreichen sie unter dieser Telefonnummer: 04193 9 51 26